Wir bleiben zu Hause- essen müssen wir trotzdem…

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Moin,
liebe Freunde der gepflegten Nahrungsaufnahme.
Da sitzt man den ganzen Winter über zu Hause und freut sich auf ein Ende der trüben Zeit, um endlich wieder aufzubrechen in die unendlichen Weiten der norddeutschen Tiefebene – und dann das. Jetzt darf ich hier ein Bündel Geld anstarren, das ich viel lieber in die ostfriesische Gastronomie investiert hätte.
Die Gastronomie hat geschlossen, die Touristen haben ein Einreiseverbot und es gibt niemanden, dem wir böse sein könnten, deswegen.
Also machen wir das Beste draus. Essen müssen wir ja trotzdem.

Überbrücken wir die Zeit mit Selberkochen

Ich habe mir gedacht, ich nutze die Gelegenheit, meinen Lesern ein paar Rezepte zu präsentieren, die nicht alltäglich sind, aber mit vertretbarem Aufwand umgesetzt werden können.
Wer kennt sie nicht, die Frage: „Was soll ich denn am Sonntag mal kochen?“ Und die Antworten: „Rouladen, oder Cordon bleu, oder Filet Wellington….“
Stopstopstop! Das sind ja gleich drei Wünsche auf einmal. Mal sehen, was sich machen lässt.

Hähnchencordonbleuroulade im Blätterteig! Voilá:

Ihr braucht für je eine Person
– ein Hähnchenbrustfilet
– drei Scheiben eures Lieblingskäses (ich habe Sylter genommen)
– eine Scheibe Kochschinken
– zwei Blatt Blätterteig
Salz, Pfeffer, Knoblauch- und Zwiebelpulver, Senf und ein Ei.

Die Hähnchenbrust waschen, trockentupfen und mit Salz, Pfeffer, Knoblauch- und Zwiebelpulver würzen.
Dann plattkloppen. Nicht zu doll, es soll nicht reißen.
Auf einer Frischhaltefolie mit zwei Scheiben Käse, der Scheibe Kochschinken und obenauf der dritten Scheibe Käse belegen.
Dann nach Art einer Roulade einrollen und in dem Bogen Frischhaltefolie einwickeln. In den Kühlschrank stellen und ca. eine halbe Stunde ruhen lassen.
In der Zwischenzeit je zwei Blatt Blätterteig an der Längsseite leicht überlappend zusammenfügen, auf etwa die eineinhalbfache Größe ausrollen und vollflächig mit Senf bestreichen.
Die Roulade aus dem Kühlschrank nehmen und darin einwickeln. Die Seiten wie ein Geschenkpapier zufalten.
Das Ei verquirlen und das Paket damit bestreichen. Mit einer Gabel diagonal ein Rautenmuster auf die Oberseite kratzen und ein wenig mit grobkörnigem Salz bestreuen.
Nun das Paket bei 200°C (Umluft – 180°C) 35 Min. backen. Wenn es schön braun ist, servieren.

Als Beilage eignet sich ein frischer Salat.

Ich hoffe, ich kann euch mit dieser Art alternativer lukullischer Tipps eine Anregung geben und verbleibe mit sehnsuchtsvollen Grüßen aus der Ferne,

Euer Horst Meuer