Der Mai ist gekommen die Kühe wollen raus- Viel Spaß am Zenthof in Twixlum

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Twixlum – Der Mai ist gekommen und die Kühe von Antjes Käsehuus in Twixlum auf dem Zenthof stehen noch im Stall. Bisher war die Weide noch zu nass, aber jetzt dürfen Sie endlich raus. Antje Zents nutzt den „Almauftrieb“ in jedem Jahr für einen Tag der offenen Tür.

Als ich am Maifeiertag früh morgens eintreffe, ist bereits mächtig viel los auf dem Zenthof. Gefühlt ist die ganz Emden hier, um dabei zu sein, wenn die Kühe auf die Weide dürfen. Entsprechend groß scheint die Aufregung auch im Stall zu sein.

Für die vielen Kinder, die mit ihren Eltern hier hergekommen sind, eine großartige Gelegenheit, mit den jungen Rindern auf Du und Du zu gehen.

Die Sonne scheint und es scheint ein schöner Tag zu werden. In den Ställen sind Strohballen aufgebaut und die Kinder hüpfen im Stroh und auf den Ballen herum und einige füttern die Kühe.

Es gibt wie immer bei Antje leckeren Kaffee und Kuchen und sehr leckere Burger. .-)

Ich habe es noch nie erlebt, wie das ist, wenn eine große Herde auf die Weide kommt und bin entsprechend gespannt. Ich suche mir einen Platz, von dem aus ich die Kühe kommen sehen kann.

Derweil Frau Antje die Besucher längs des Weges an der eingegrenzten Strecke zur Weide einweist, habe ich ein Plätzchen am Kanal.

Und dann kommen Sie muhend um die Ecke und laufen auf mich zu.

Und dann mache ich mir fast ins Hemd angesichts der Urgewalt, die eine locker galoppierende Rinderherde ausstrahlt. Ich sehe ihnen die Vorfreude auf die Wiese und die Freiheit an, aber ich spüre auch die Angst und Unruhe in der Herde, weil die mich da stehen sehen.

Und dann fällt es mir siedend heiß ein –  Kühe sind wie Pferde Fluchttiere – bei Gefahr reagieren sie mit Flucht, wobei Rinder im Gegensatz zu Pferden, auch zum Angriff übergehen können. Das ist Urkraft und Gewicht das da auf mich zukommt und vorbeiläuft.

Antjes Kühe haben jedoch eher die Freiheit im Auge und stürmen auf die satt grüne Weide. Und dort hüpfen und springen sie herum wie junge Hunde und laufen aufgeregt muhend hin und her.

Und das sieht sehr lustig aus, weil man Kühen, die sonst ruhig kauend auf der Weide stehen, so viel Dynamik und Spaß an der Freude gar nicht zutraut.

Als die letzte Kuh auf der Wiese ist, strömt ein Teil der Herde in Richtung Stall zurück, aber Antje ist rechtzeitig zur Stelle und macht das Gatter zu. Beim nächsten Mal werde ich mir aus Respekt vor den Lieblingen von Antje sicher einen anderen Platz zum Fotografieren aussuchen.

Ihr könnt übrigens Antjes Käsehuus und den gemütlichen Bauerngarten das ganz Jahr über immer donnerstags bis Samstag besuchen, dort Kaffee trinken oder leckeren Käse kaufen. Mir bereitet das immer ganz großes Vergnügen 🙂