Start Blog Seite 5

Loquard – Der Süderhof sechs Ferienwohnungen im historischen Gulfhof

Der Süderhof Loquard Ferienwohnungen
Der Süderhof Loquard Ferienwohnungen

Loquard | Der historische denkmalgeschützte Süderhof  liegt nahe am Ortskern von Loquard in der Krummhörn. Liebevoll wurde der Gulf zu einem Prachtstück  restauriert. Neben dem wunderschönen Haupthaus, wurden in der ehemaligen Gulfscheune  sechs wunderschöne Ferienwohnungen gebaut. Hier kann man den Urlaub mit der Familie in Ostfriesland am Meer, unter dem Motto:“Das Leben richtig genießen“ erleben.

„Hier in Loquard macht der Urlaub richtig Spaß und der Süderhof macht unseren Kindern so viel Freude, weil der Garten so schön groß ist“, sagte uns ein Gast vor dem Haus.

Nun fragen wir: „Was ist denn aus Ihrer Sicht, das schönste an Ihrem historischem und denkmalgeschützten ostfriesischen Gulfhof aus dem Jahre 1792?“

Der Süderhof Loquard Ferienwohnungen
Der Süderhof Loquard Ferienwohnungen

„Zuerst einmal ist das ein wunderschönes altes Haus von 1792. Da muss man sich nur einmal die ganzen alten Balken ansehen. Es war eine Menge Arbeit, als wir vor über 25 Jahren hier angefangen haben.

Meine Frau und ich waren auf Urlaub in der Krummhörn und haben uns sofort in dieses riesige Gebäude verliebt. Wir haben einen schönen alten Garten und der bietet unseren Gästen Geborgenheit und Wohlbefinden. Die Kinder haben Platz zum Spielen und es besteht wenig Gefahr, weil hier im Dorf kaum Autos fahren.  Alle Wohnungen sind individuell und komfortabel eingerichtet und jede hat eine eigene Terrasse. Das ist in den Ferien ein großer Vorteil für die Feriengäste. Wir haben bei der Restaurierung alle bestechend schönen historische Akzente erhalten und geschmackvolle Details an vielen Stellen hinzugefügt. Uns gefällt es und unseren Gästen auch. Die kommen gerne wieder. Unsere Saison geht weit über die übliche Ferienzeit hinaus und darüber freuen wir uns besonders.“

Ein Rundgang verschafft uns einen eindrucksvollen Überblick über ein ganz besonderes Feriendomizil. Wenn man den ersten Blick in eine Gulfscheune wagt, dann stockt einem immer wieder der Atem. Das ist eine Höhe und Dimensionen die man kaum für möglich hält. Eine Gulfscheune hat Balken in einer Dicke, bei der man sich fragt, wie kamen die denn 1792 nach Loquard? Wer hat die aufgestellt? Aus welchen Bäume wurden die geformt?Was ist denn eigentlich ein Gulfhaus oder Hof?

Wikipedia erklärt das so Zitat: Das Gulfhaus, auch als Gulfhof oder Ostfriesenhaus bezeichnet, ist eine Bauernhausform, die im 16. und 17. Jahrhundert in Norddeutschland aufkam. Es ist ein Holzgerüstbau in Ständerbauweise. Das Gulfhaus verbreitete sich zunächst in den Marschen und anschließend in den friesischen Geestgebieten. Das Verbreitungsgebiet erstreckte sich im Nordseeküstenraum von Westflandern über Holland, Ostfriesland und Oldenburg bis nach Schleswig-Holstein

Im Süderhof ist die Große Scheune zum einen der Platz, an dem Fahrräder und Bobbycars bereit stehen und hier ist auch ein Zugang zu den Ferienwohnungen. Die Scheune ist so auch ein zentraler Treffpunkt, in der die Gäste  an Regentagen gesellig zusammen kommen.

Der Süderhof Loquard Ferienwohnungen
Der Süderhof Loquard Ferienwohnungen

Am Ende des Rundgangs sind wir beeindruckt und fassen kurz zusammen: Menschen mit Geschmack und Charakter finden im Süderhof zahlreiche Lieblingsplätze zum Lesen, Plaudern, Ausspannen und zum Urlaub machen.

Jede der sechs schön ausgestatteten Wohnungen verfügt über WLAN, Flachbild-TV, DVD-Player und Stereoanlage. Ein ganz schöner Luxus. Die Küchen sind komplett ausgestattet. Es gibt eine Waschmaschine und einen Trockner. Für die kleinen Gäste gibt es eine Schaukel, eine Sandkiste, Bobbycars, Trampolin, Berg Go-carts und eine große Spielwiese im Garten.

Das Ambiente das geschaffen wurde, ist neben der ohnehin schönen historischen Komponente auch die besondere Liebe zum Detail in der Ausstattung der Wohnungen und im gesamten Umfeld. Eine Wohltat für die Augen. Im Süderhof kann und sollte man mal Urlaub machen.

Homepage: Ferien auf dem Süderhof Loquard Krummhörn Ostfriesland

Süderhof
Christine Schwab
Brungerstraße 10
26736 Krummhörn/Loquard

 

Kohlekraftwerk oder Erdgasförderung – Geschichte wiederholt sich

Demonstration gegen das geplante Kohlekraftwerk von Dong Energy am 17. Mai 2009 in Emden. Foto: Volkmar Kayser
Demonstration gegen das geplante Kohlekraftwerk von Dong Energy am 17. Mai 2009 in Emden. Foto: Volkmar Kayser

Krummhörn | Am 17. Mai dieses Jahres jährt sich der Jahrestag des Protestes gegen den geplanten Bau eines 1.600 Megawatt-Kohlekraftwerks des dänischen Konzerns Dong Energy zum 10. Mal. Die Organisatoren meldeten 3500 Teilnehmer. Kurze Zeit später – im Oktober 2009 – verkündete Dong Energy, insgesamt drei Kohlekraftwerk-Standorte außerhalb von Dänemark »fallen zu lassen« und auf erneuerbare Energien zu setzen.

Im gleichen Zusammenhang betonte die BI Saubere Luft Ostfriesland: »Der Bebauungsplanentwurf für den Rysumer Nacken sieht nach wie vor ein Großkraftwerk welcher Art auch immer vor«. Diese Frage ist somit immer noch offen. Was der Region danach widerfuhr, war die Austreibung des Teufels mit dem Belzebub. Das 2015 in Betrieb genommene RWE-Kohlekraftwerk in Eemshaven hat ebenfalls eine Kapazität von 1600 Megawatt und sorgt salopp gesagt für Ersatz des Schadstoffausstosses des verhinderten KKW diesseits der Ems.

Was ebenfalls noch offen ist – und sich wiederholt:

Engerhafe | Hier hat der deutsche Ableger des kanadischen Konzerns Vermilion Energy Germany GmbH & Co. KG, die Bewilligung erhalten, den ehemaligen Bohrplatz Engerhafe Z1 nach 30 Jahren wieder in Betrieb zu nehmen. Jürgen Rückheim, Generalbevollmächtigter der Firma, hatte im November 2017 versprochen: »Aufgrund der uns vorliegenden Daten schließen wir die Anwendung hydraulischer Stimulation, das sogenannte Fracking, in Engerhafe aus. Genehmigungen für die Suche nach Erdgas und Erdöl liegen für die Krummhörn, Engerhafe und Bedekaspel vor«.

Pewsum | Das Unternehmen Exxon Mobil Production Deutschland GmbH (EMPG) errichtet in der Krummhörn einen vierten Standort zur Förderung von Erdgas (Greetsiel Süd Z1). Seit Jahrzehnten fördert Exxon Mobil in der Region mit den Bohrungen Uttum Z1, Greetsiel Z1 und Greetsiel West Z1 Erdgas. 1999 wurde die Förderung aus dem Feld Groothusen wegen Erschöpfung der Lagerstätte eingestellt. Seit Inbetriebnahme haben die Bohrungen rund 4 Milliarden Kubikmeter Erdgas gefördert.

Alter Wein in neuen Schläuchen

Mit den erneuten Aktivitäten der Energiekonzerne werden auch die Folgen der Erdgasförderung auf die Umgebung reaktiviert. ExxonMobil betont, dass ein Zusammenhang zwischen den Erkrankungen und der Erdgasförderung nicht erkennbar sei. »Das Thema Krebs ist zu ernst, um hier vorschnell Aussagen zu treffen und leichtfertig Rückschlüsse zu ziehen oder über mögliche Ursachen zu spekulieren«, sagt der Sprecher von ExxonMobil Niedersachsen, Klaus Torp. Bisherige Beschwichtigungen seitens der Konzerne stehen im krassen Widerspruch zu den von zahlreichen Bürgerinitiativen mühsam ans Tageslicht gezerrten Störfällen und ihren gesundheitlichen Folgen:
– Wie wurden damals Lagerstättenwasser und Bohrschlämme entsorgt?
– Welche Auswirkungen haben die Kontaminationen von Erdreich und Grundwasser?
– Kann die durch Leckagen bedingte Freisetzung von Benzol, Toluol, Xylol und Ethylbenzol (BTEX) sowie Quecksilber zu einer erhöhten Belastung der im näheren Umfeld lebenden Bevölkerung durch diese Schadstoffe geführt haben?
– Kann von den im Blut nachgewiesenen BTEX- und Quecksilberkonzentrationen
auf eine gesundheitsschädliche Schadstoffbelastung geschlossen werden?
– Welcher Zusammenhang besteht zwischen erhöhten Krebsraten und Erdgasförderung?
Viele dieser Fragen wurden schon gestellt und »hochwissenschaftlich« untersucht. Übereinstimmend mit dem Tenor: Ein relevanter Zusammenhang konnte nicht nachgewiesen werden.

Bohrturm Pewsum. Foto: Volkmar Kayser

Mit dem Boden versinken die Deiche

»Insgesamt bleibt festzustellen, dass großflächige Bodenabsenkungen mit
schadensrelevanten Auswirkungen durch die Gasförderung in Niedersachsen bislang nicht aufgetreten und auch künftig nicht zu erwarten sind.« Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Diese Verlautbarung erfolgte am 04.03.2011 im Artikel »Gasförderung im niedersächsischen Wattenmeer«. Da war wohl jemand nicht auf dem Stand der Ermittlungen. Scheibchenweise kommt ans Licht, was die Spatzen von den Dächern pfeifen. Der Krummhörner SPD-Ratsherr Helmut Roß wundert sich immer noch, dass das von Oberdeichrichter Giesbert Wiltfang angesprochene Problem der Deich-Absackungen durch Erdgasbohrungen so hohe Wellen schlägt. »Ich habe seit 1992 auf dieses ungeklärte Problem hingewiesen«, sagte Roß. Ihm liege ein Schreiben vom 8. Dezember 1993 vor, in dem das zuständige Landesbergamt in Clausthal-Zellerfeld der Gemeinde Krummhörn mitgeteilt habe, dass durch Bohrungen in Groningen mit Bodenbewegungen größeren Ausmaßes im Küstenbereich nicht zu rechnen sei.

Hintergrund: Infolge der Erdgasgewinnung auf niederländischem Gebiet bildet sich ein Senkungstrog aus, der über die Emsmündung bis in den Bereich Krummhörn auf niedersächsischem Gebiet reicht. Nach den Prognosen ist für das Jahr 2050 (nach neuerem Stand: 2030, Anm. d. Redaktion) als voraussichtlichem Ende der Erdgasförderung eine maximale Senkung von ca. 40 cm (Stand von 2014). Bis zum Jahr 2030 Senkungen zwischen 40 und 60 cm, Anm. d. Redaktion) im Bereich Groningen zu erwarten. Auf niedersächsischem Gebiet werden maximale Senkungen von ca. 20 bis 25 cm im Bereich Knock / Rysumer Nacken prognostiziert. Bisher sind in diesem Bereich maximale Senkungen von ca. 12 bis 13 cm aufgetreten. https://www.wattenrat.de/aktuell/aktuell147.htm Auch hier gilt: Nichts Genaues weiß man nicht, aber zu leugnen ist der Trend auch nicht.

Von ähnlichen Zahlenspielereien kann auch die Bürgerinitiative Lebensqualität Horsten-Etzel-Marx e.V. berichten. In ihrem Gebiet befindet sich die größte Kavernenanlage Ostfrieslands zur Speicherung von Erdgas und Erdöl in einem Salzstock. Schon die Solung von Kavernen durch das Ausspülen des Salzes führt durch den ungeheuren Druck der darüber liegenden Gebirgsmassen langfristig zu Bodenabsenkungen. Am 20.01.2011 hat die IVG als Betreibergesellschaft die in ihrem Auftrag von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) erstellte Prognose für Bodenabsenkung im Kavernenfeld Etzel vorgestellt.
Gemäß dieser Prognose soll es bis zum Jahr 2044 bei einem Bestand von 70 Kavernen bis zu einer Absenkung von 147 cm kommen. Aber die Absenkungen werden in 2044 nicht beendet sein!
Zur Erklärung: Bedingt durch das Kriechverhalten des Salzstocks geht die Konvergenz (der Hohlraumverlust in der Kaverne) weiter, bis die Kaverne wieder »zugewachsen« ist. Ein Gegengutachten für die Bürgerinitiative vom 17.04.2012 stellt fest: »Aufgrund des Prinzips der Massenerhaltung muss das in den Kavernenhohlraum hinein kriechende Salz an anderer Stelle abwandern. Diese Massenumlagerung wirkt sich letztendlich an der Geländeoberfläche oberhalb der Kaverne in Form eines Senkungstrichters aus. Das Senkungsvolumen entspricht im Endstadium dem Volumen des ausgesolten Salzes«. Und weiter: »Für das erste, zwischen 1974 und 1978 hergestellte Kavernenfeld im Salzstock Etzel errechnen sich auf Grundlage des geometrischen Hohlraumvolumens nach vollständig erfolgter Konvergenz mittlere Bodensenkungen von 5,91 Meter. Bei Ansatz des (unbekannten) aufgelösten Steinsalzvolumens würde der Senkungsbetrag vermutlich deutlich größer ausfallen.

Bodensenkung still und leise oder Erdbeben mit Getöse?

Ob schleichend oder plötzlich: Die lange Ignoranz der Behörden gegenüber Bodenabsenkungen ist schon längst vom Bürger misstrauisch beäugt worden. Der Satz: »Wenn in Norddeutschland die Erde bebt, kommt´s vom Fracking« ist weder falsch noch widerlegt. Ob die entstandenen Schäden durch die Entlastung des Deckgebirges und den Abbau seismischer Spannungen oder tatsächlich durch Fracking verursacht werden, ist dem Geschädigten egal. Wichtig ist ihm der Ausgleich des entstandenen Schadens durch die Erdgasförderung. Die lange wirksame Taktik von Behörden und Konzernen, die Zusammenhänge zu leugnen, wurde mittlerweile aufgegeben. »…hat die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) aus Hannover in einer ersten Stellungnahme am 12. Dezember 2012 festgestellt, dass ein Zusammenhang zwischen der konventionellen Erdgasförderung und dem seismischen Ereignis wahrscheinlich ist«. Auch die Politik schwenkt um: Wenngleich keine Gefahr für die in der Region lebenden Menschen bestünde, dürfe es ein »weiter so« nicht geben, äußerte sich der Niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode im gleichen Zusammenhang. Parallel hierzu richtete das LBEG zum 01. Januar 2013 einen zentralen Erdbebendienst ein. Er soll Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Auftreten von Erdbeben in Niedersachsen in Kooperation mit der BGR bearbeiten. Ob auch dem Schaden entsprechender finanzieller Ausgleich obligatorisch für den Verursacher vorgesehen ist, wurde nicht verlautbart.

Trinkwasserschutz ist nicht verhandelbar

Das Wasserwerk Engerhafe versorgt viele Gemeinden im Landkreis Aurich mit Trinkwasser, auch die Krummhörn, Hinte und Stadtteile Emdens. Die Fachleute beim Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) kämpfen schon lange mit einer hohen Nitratbelastung durch die Landwirtschaft bei der Aufbereitung von Trinkwasser und lehnen die Bohrung in der Nachbarschaft des Trinkwasser-Reservoirs Engerhafe ab. »Wir wissen nicht, was mit der Gasförderung im Trinkwasserschutzgebiet nach oben kommt. Es gibt immer ein Risiko. Darum ist der Grundwasserschutz nicht verhandelbar«, sagt Markus Penning, Abteilungsleiter Hydrochemie und Boden beim OOWV. In Engerhafe wurde schon vor rund 30 Jahren Gas gefördert; wo und ob damals Bohrschlämme und Lagerstättenwasser mit gesundheitlicher Belastung in das Erdreich und in Grundwasser führende Schichten gelangten, ist nicht mehr nachzuvollziehen.

Wasser nur noch aus Flaschen, von Konzernen weit heran gekarrt und teuer verkauft – weil einheimisches Wasser nicht mehr genießbar ist? Foto: pixabay / inkflo

Grenzwerte für hochtoxische Substanzen sind Zugeständnisse an die Industrie.

In der Sprache der Konzerne drängen sich dem Betrachter Aussagen auf den websites der Unternehmen auf, z.B.: »Die Prioritäten von Vermilion sind Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz vor Wirtschaftlichkeit. Dies bedeutet, dass das Wohl der Anwohner, unserer Mitarbeiter und der Natur für uns an erster Stelle steht«. Andererseits gibt es sichtbare Folgen menschlicher Eingriffe in die Natur und viele drängende Fragen:
– Induzierte Seismizität: (Menschengemachte Erdbeben) durch Einpressen von Abwässern, bei der konventionellen und unkonventionellen Förderung von Erdöl / Erdgas nicht nur mittels Fracking.
Gesundheitsgefahren durch Boden-, Wasser- und Luftverunreinigung: Quecksilber in Sedimentproben, auffällige Werte von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Wer mehr über Umwelterkrankungen wissen will, dem sei die website des GENUK empfohlen.

Foto: pixabay / Niek Verlaan

Die Prioritäten Gesundheit, Sicherheit, Umweltschutz vor Wirtschaftlichkeit sind richtig, der Platz an erster Stelle für Anwohner, Mitarbeiter und Natur ebenfalls. Wenn wir es nicht genau wüssten und nicht schon Dutzende Male hinters Licht geführt worden wären – dann wäre es einfacher, zu vertrauen. Wenn Ihr, die Konzerne, es nicht umsetzt, dann werden wir dafür kämpfen und Euch der Lüge bezichtigen dürfen.

Abruf aller verlinkten Dokumente letztmalig am 29.04.2019

 

Der Leuchturm Campen

Leuchtturm-Campen Krummhörn
Leuchtturm-Campen Krummhörn

Loquard – Der Leuchtturm Campen ist der Leuchtturm in der Krummhörn, der am nächsten an meinem Heimatort Loquard liegt. Mit dem Fahrrad ist es fast ein Katzensprung und fußläufig braucht man zirka dreißig Minuten.

Bei Wikipedia steht: „Der Leuchtturm in Campen ist der  höchste Leuchtturm in Deutschland und gehört zu den höchsten Leuchttürmen der Welt (Platz 14). Er steht an der Mündung der Ems in die Nordsee, nordwestlich von Emden. Der Leuchtturm Campen dient als Tagesmarke und nachts als Leitfeuer zur Fahrt durch das Randzelgat in der Westerems vor Borkum.

Der mit 65,3 Metern höchste deutsche Leuchtturm fällt durch seine ungewöhnliche Bauweise auf, denn er ist ein freistehender Stahlfachwerkturm mit dreieckigem Querschnitt und einem Treppenrohr in der Mitte. Der rote Dreibeinturm mit weißem Mittelrohr trägt die rote Laternenkammer mit zwei Galerien und grünem Dach. Der Leuchtturm wurde 1889 errichtet und 1890 fertiggestellt. Offiziell ging er am 1. Oktober 1891 in Betrieb.

Das Leuchtfeuer gehört mit einer Lichtstärke von 4,5 Millionen Candela zu den stärksten Leuchtfeuern in Deutschland. Es hat eine Reichweite von ca. 55 Kilometern. Bemerkenswert ist, dass es sich um ein Präzisionssektorenfeuer mit einem Öffnungswinkel von nur 0,3 Grad handelt. Im Maschinenhaus des Turmes befindet sich der älteste noch funktionsfähige Dieselmotor in Deutschland. Er wurde 1906 von MAN gebaut und hat eine Leistung von 20 PS.

Der Leuchtturm Campen kann von Mitte März bis Anfang November[1] besichtigt werden, am Tag des offenen Denkmals auch das Maschinenhaus, in dem dann meistens der Dieselmotor im Betrieb vorgeführt wird.

Für Radfahrer von Rysum kommend ist der Deichweg in Richtung Campen eine wunderschöne Strecke. Es lohnt sich auf Höhe Loquard eine Weile zu verweilen und dem Naturschutzgebiet und den vielen Vögeln die Aufmerksamkeit zu widmen. Beste Zeiten für Sonnenuntergangs Fotos ist das Frühjahr  bis Ende Mai und der Herbst ab Ende September.

Das Foto entstand links vom Leuchtturm Campen am Zaun des Naturschutzgebietes.

 

Ausflug zum Fischhaus in Ditzum

Ostfriesland – Moin. Mein Name ist Horst Meuer und ich bin Tourist. Um genau zu sein, kommen meine Frau und ich inzwischen seit über 20 Jahren jedes Jahr bis zu dreimal für ein bis drei Wochen nach Ostfriesland.

Wir haben mitten im Herzen dieses Landstriches einen Wohnwagen, der als Zweitwohnsitz dient.
Eine Tatsache, die mich in den Augen dieses Blogbetreibers qualifiziert, neuen Touristen ein paar Tipps zu geben, wo man vor allem kulinarisch auf seine Kosten kommt.

Dazu sei angemerkt: Ich bin ein Freund der gutbürgerlichen Küche und brauche im Schnitt einmal im Monat meine Mantaplatte. Wer also Tipps für gehobene Gastronomie sucht, ist hier falsch.

Ich werde viel von Fisch berichten. Nach Ostfriesland fährt man nicht, um Leberknödel zu essen (obwohl es die hier durchaus gibt).

Zum Einstand eine kleine Geschichte aus 2017

Eins der ersten Ziele der letzten Jahrzehnte war immer der Emspark vor den Toren Leers.
Das war ein Konsumtempel mit Boutiquen, Cafés, Männerspielzeug und vor allem Essbarem.
Letztes Jahr war es plötzlich anders: Den Emspark gibt es nicht mehr. Wir standen vor verschlossenen Türen und fuhren ernüchtert zurück zum Campingplatz, wo wir das Erlebnis unserer Nachbarin aus Emden berichteten.
„Wart ihr schon mal bei Bruns?“
„Nein, wer ist das?“
„Das Fischhaus in Ditzum.“

Kannten wir nicht. Und damit es beim geneigten Leser nicht auch Jahre dauert, hier mein Bericht:
Wohnt man in erreichbarer Nähe zur Ems, sollte man einen Fahrradausflug ins Auge fassen, vorausgesetzt, das Wetter gibt es her.

Man fährt an der Ems entlang, von der man freilich außer einem Deich nichts zu sehen bekommt. Kommt man aus Leer, fährt man nach Norden, Richtung Emden; kommt man aus Emden geht’s nach Süden, Richtung Leer. Im ersten Fall kommt man in Gandersum an dem legendären Emssperrwerk vorbei, das ebenfalls eine Besichtigung wert ist.

In beiden Fällen aber kommt man nach Petkum, wo ein Wegweiser den Weg zur Emsfähre anzeigt, die einen nach Ditzum auf der Westseite der Ems übersetzt. Es geht durch die engen Gässchen Petkums bis zum Fährhafen.

Hier verkehrt halb stündlich, mit Ausnahme der Mittagspause, eine Fähre, mit der man für schmales Geld übersetzen kann (zwei Euro für eine Person, Fahrrad oder Auto kosten extra). Autos passen nur zwei auf das Deck. Man kann aber am Fährhafen gratis parken.
Nach einer Viertelstunde Fahrt, erreicht man den Fischereihafen von Ditzum.

Links Krabbenkutter, rechts ein Dock, wo eigentlich immer Schiffe liegen, die gewartet werden. Direkt daneben steht das Ditzumer Fischhaus.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass dieser Ausflugstipp – zumindest was das Restaurant angeht – nichts für Gehbehinderte oder gar Rolli-Fahrer ist. Behindertengerecht geht anders.
Das ist bedauerlich, aber wohl nicht böse gemeint, sondern der Architektur geschuldet.
Das Lokal ist nämlich im ersten Stock angesiedelt und man erreicht es nur durch eine der beiden Außentreppen, die links und rechts am Gebäude hoch führen.

Oben erwartet einen eine Frischetheke mit Fisch. Vom Schollenfilet über Aal bis zu frischem Granat. Direkt daneben die „Essensausgabe“.

Hier bestellt man eins der Tagesmenüs, bekommt einen Summer und kann sich seinen Tisch aussuchen. Im Sommer gibt es Tische auf einem Balkon, der das obere Ende der rechten Außentreppe markiert.

Drinnen lohnen sich Fensterplätze mit Sicht auf das Dock, wo man an Wochentagen den Arbeitern beim Teeren von Bootsrümpfen zuschauen kann.

Die Gerichte sind absolut frisch und für moderate Preise äußerst üppig. Durchschnittliche Esser dürften am Ende kämpfen. Ich hatte Scholle mit Bratkartoffeln und gemischtem Salat und dazu ein alkoholfreies Weizen. Dann noch ein Liter Granat zum abendlichen Selberpulen mitgenommen und wieder zur Fähre zurück nach Petkum.

Und wenn ihr mögt, geht es demnächst weiter mit etwas „Abgehobenen“…
Euer Horst

Link zum Fischhaus Ditzum

Alte Brauerei Pilsum – Essen in historischem Ambiente

Krummhörn, Pilsum | Das Hauptziel vieler Krummhörn Urlauber ist stets Greetsiel. Nicht nur wegen der  Hafenromantik. Doch Greetsiel allein macht die Krummhörn bei weitem nicht aus. Wenn man die Landstraße zwischen Pewsum und Greetsiel  bereits in Pilsum nach rechts verlässt, dann steht einem ein besonderes Erlebnis bevor. Im Schatten der von weitem sichtbaren auffälligen Dorfkirche steht die alte Brauerei.

Alte Brauerei Ansicht von hinten mit Parkplatz
Alte Brauerei Ansicht von hinten mit Parkplatz

Die alte Brauerei ist ein historisches Gebäude von 1673, das liebevoll und aufwendig restauriert wurde und mit einem tollen Ambiente innen und mit einer schönen alten Linde vor der Tür, zu einem tollen Restaurant umgebaut wurde.

Die alte Brauerei in Pilsum aus dem 16 Jahrhundert
Die alte Brauerei in Pilsum aus dem 17. Jahrhundert

In Schatten der Linde stehen ein paar einfache Tische und Stühle und hier kann der Radfahrer oder Wanderer an sechs Tagen in der Woche täglich ab 11 Uhr einkehren.

Jürgen Itzinger in der gemütlichen Gaststube Alte Brauerei Pilsum
Jürgen Itzinga in der gemütlichen Gaststube Alte Brauerei Pilsum

Das überaus freundliche Personal serviert gerne und flott kleine Bistro Spezialitäten, ein leckeres Bierchen, oder einen Kaffee. Die Restaurant-Speisekarte bietet Klasse statt Masse, denn hier kocht der Chef Jürgen Itzinga selbst.

Und er kocht besonders gut. Wie gut, na das müsst ihr einfach mal selbst probieren. Ihr werdet sehen, es wird euch genauso munden wie uns. Was uns besonders gefallen hat, ist die Gestaltung der Räumlichkeiten.

Ein Tisch und ein Kaffee im Schatten -Sommervergnügen Pilsum
Ein Tisch und ein Kaffee im Schatten -Sommervergnügen Pilsum

Wunderschöne alte Holzdecken drinnen und die tollen ostfriesischen Fenster, die Dekoration und das urige Ambiente, entführen einen zurück in ein anderes Zeitalter.

Die alte Brauerei ist bekannt und gut besucht und gerade bei den Krummhörnern sehr beliebt. Wir haben den Emder Matjes nach Art des Hauses und  ein Kalbsfilet von der Speisekarte gewählt und waren begeistert von der liebevollen und köstlichen Zubereitung.

Es empfiehlt sich in jedem Falle eine Tischreservierung. Selbst wenn die Bude rappelvoll ist, läuft hier alles ruhig und gelassen. Man hat trotz der Größe der Räume nie das Gefühl in einem Brauhaus zu sitzen. Das Personal bedient routiniert und sehr freundlich und vermittelt den Gästen stets das Gefühl, einen besonderen Abend in einer besonderen Umgebung zu verbringen.

Historisches Ambiente in der alten Brauerei Pilsum
Historisches Ambiente in der alten Brauerei Pilsum

Inhaber Jürgen Itzenga hat mit der alten Brauerei, historischem Gebäude, dem Ambiente und guter Küche alles auf den Punkt gebracht. Aus unserer Sicht sollte man die gastliche Stätte in seine Urlaubspläne integrieren, denn Pilsum bietet im Ortskern auch etwas für die Augen.

Kirche in Pilsum Krummhörn
Kirche in Pilsum Krummhörn

Alte Brauerei in Pilsum Restaurant-Bistro-Café

Itzenga´s Alte Brauerei GmbH & Co KG
Jürgen Itzenga
An der alten Brauerei 2
26736 Pilsum
Tel. 04926 – 91 29 15
Öffnungszeiten
täglich außer Dienstag  ab 11 Uhr durchgehend

Webseite:Alte Brauerei Pilsum

Am Ende des Tages gab es noch einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Pilsum an der Kirche Sonnenuntergang durch die Bäume
Pilsum an der Kirche Sonnenuntergang durch die Bäume

Hafenambiente in Weener – Gut essen im „Hafen 55“

Weener Ostfriesland –  Eigentlich wollten wir mal wieder einem gastronomischen Tipp nachgehen, haben uns aber verfahren. Ich weiß zwar nicht, was uns entging, ich weiß aber was wir fanden. In Weener am Hafen befindet sich ein „Speicher-Ensemble“, ein über 200 Jahre alter Gebäudekomplex, der dereinst als Speicher für ca. 2000m³ Getreide diente, das vom Hafen aus weiter verschifft wurde.

Hier im „Hafen 55“ befindet sich heute eine Art Gastronomie. Das ist nicht despektierlich gemeint, im Gegenteil. Stellt euch vor, ihr verabredet euch mit Nachbarn zu einer spontanen Nachbarschaftsfete auf dem Garagenhof. Terrassenmöbel und Biergartengarnituren sind schnell zusammengebracht, dazu noch ein paar Strandkörbe und zwei der Länge nach halbierte, zu Sofas umfunktionierte Boote und ein paar Bobby-Cars für die Kleinen in die Mitte gestellt, ein Grill, ein paar Kochplatten und die Gastronomie ist fertig.

Jetzt transferiert das Ganze in den Hafen, wo sonst nur noch eine Asphaltwüste wäre und stellt das Führerhaus eines abgewrackten Kutters zu einem Kiosk umfunktioniert in die Mitte. Dann habt ihr in etwa das Ambiente, das euch hier umgibt.

Die aus allen möglichen Ländern zusammengesuchte Mannschaft vervollständigt das Bild. Das improvisierte Aussehen täuscht allerdings. Hinter der ganzen Komplexität steckt durchaus ein Konzept. Und zwar eins, das einen nach wenigen Minuten wohlfühlen lässt. Uns jedenfalls.

Die Bedienung ist zudem ausgesucht freundlich. Wenn beim Frühstücksbuffet was fehlt, wird unverzüglich nachgelegt, so dass man sprichwörtlich bis 12:00 Uhr frühstücken kann. Am Kiosk gibt es danach Mittagessen zu bestellen. Die Karte ist für das Ambiente erstaunlich umfangreich. Bratkartoffeln, Kartoffelsalat, Grillrostbratwurst auch als Currywurst, gebratenes Fischfilet – alles wird frisch zubereitet.

Und die Preise sind absolut moderat. Woanders muss man deutlich mehr bezahlen, um satt zu werden und bekommt dort obendrein meist „nur“ Convenience-Food.

Wer sich also mal, wie wir, nach Weener verirrt, sollte das als Zeichen verstehen und „Hafen 55“ aufsuchen; am besten bei gutem Wetter, wenn man draußen sitzen kann. Essen, trinken, verwöhnen lassen und wohlfühlen.

Euer Horst Meuer

Mit Rad up Pad – in der Krummhörn

Warum in die Ferne reisen, die Krummhörn liegt doch so nah! Der ostfriesische Landstrich an Ems und Küste ist ein Traumland für RadfahrerInnen. Hier kreuzen sich mehrere Themenradwege. Thomas Schumacher kreuzte quer durch die wilde Krummhörn und schrieb diese Liebeserklärung.
Mittwochmorgen. Emder Hauptbahnhof. 7h20. Nebel. Sechs Grad. Zu früh. Zu kalt. Sicher nicht der optimale Beginn einer Radtour. Über die Eisenbahnbrücke geht es noch ungemütlich durch Gewerbegebiete.

Danach, bei der Larrelter Mühle, umfängt einen die Krummhörner Wildnis. Rehe, Wiesenweihe, Reiher, Kaninchen, sogar ein echter Hase. Ein wunderschöner, landwirtschaftlicher Betriebsweg  leitet aus dem Morgenverkehr heraus in die dampfende Marsch nach Groß-Midlum. Die Lunge öffnet sich. Ostfriesland beginnt zu glühen!

Groß-Midlum ist nicht gerade New York. Aber der Weg durch die Marsch und Allee ist Radwellness pur. Der Bauer war früh auf den Beinen und hat die kalte Erde mit seinem Pflug aufgerissen. Aus den Furchen dampft die Lava aus dem Erdinneren. Die Krähen schmachten nach Essbarem und auf dem Siel dümpeln Stockenten. Ein erster Schweißtropfen kullert über die Nase.

Krummhörner Gesicht

Die Krummhörn hat ein Gesicht.

Die Dörfer sind wie Perlen aufgereiht an drei Straßen. Alte Baudenkmäler, Gulfhöfe, Arbeiterhäusern und Kirchen. Sie ist der Ort hehrer ostfriesischer Geschichte. Die Krummhörn ist das Kernland der Piraten, Heiligen und Häuptlinge. In Europa einzigartig dürfte die Ballung von berühmten Orgeln und mittelalterlichen Kirchen sein.

Wie Land gegen das Meer verteidigt wird, wie es entsteht und kultiviert werden kann, die Krummhörn ist für den Interessierten „lesbar“ als ein Stück Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Ihre Landschaft ist aus dem Binnenland bis zur Küste sehr unterschiedlich. Ein gängiges Vorurteil Ostfriesland gegenüber besagt, das Land sei flach. Die Mäkler kennen die Krummhörner Alpen nicht.

Ganz, ganz sacht steigt der Radweg aus der Polderebene  an. Bei Gegenwind ein Oberschenkeltöter. Bei Gegenwind und Nieselregen eine Plage. „Sie haben so schöne Satteltaschen. Wo kann man die kaufen“, schnauft eine schwer mit Taschen beladene, ältere Radlerin zwischen Woltzeten und Campen mir nach. Ich hatte gerade so einen guten Tritt. Also kaulen. Proten, snaken, quatschen. Kann passieren. Wann kommt man schon mal nach Woltzeten. Der Weg ist schön. Einsam. Mittendrin, es ist nicht zu fassen, ein alter Gulfhof, das „Spiegelhaus“.

Wie immer gibt es einige Legenden um dieses Haus. In der Nähe soll ein Kloster gestanden haben, dessen glasierte Dachziegel spiegelten die Strahlen der Abendsonne in die Fenster dieses Hauses. Jetzt „spiegelt“ ein kryptischer Wegweiser zur Bedienung des Hobbycafes: „Bin beim Schwein“.
Verfahren Sie sich in der Krummhörn. Spätestens nach drei vier Kilometern treffen Sie wieder Menschen. Alle Radwege, bis auf wenige Ausnahmen, sind gut ausgeschildert, und mit Kindern exzellent befahrbar. Nur zwischen Greetsiel und Norden führt die ausgeschilderte Strecke über eine Landstraße, die sehr verkehrsreich ist. Unverständlich, warum hier nicht radfreundliche Wege geschaffen wurden.

Halten Sie sich deswegen soweit es geht direkt an den Deich. Als Orientierung reicht eine Übersichtskarte und der eine oder andere Tipp, den die Fremdenverkehrsbüros gerne geben oder in Form von Flyern parat halten. Da ist der Rundweg mit Rad up Pad. Der Weg zu historischen Baudenkmälern „Anno – Route der Baukultur“ mit zwei Ausgaben.

Schnappen Sie sich ein Fahrrad und entdecken die Krummhörn

Die niedersächsische Mühlenstraße, die Gartenroute und so weiter. Aber schöner als ein Rundweg ist alle Mal ein kreuz- und querfahren abseits der drei „Hauptstraßen“. Ein Tipp: Mieten sie sich in einem alten Gemäuer ein, schnappen Sie sich ein Fahrrad und entdecken die Krummhörn.

Rundwarf Loquard, C Kay Gottschalk Rundwarf Loquard, Copyright: Kay Gottschalk

Die Dörfer

Mit dem Auto schlüpft man schnell über die Landesstraße an Grimersum vorbei. Schade! Greetsiel mag ja einzig sein, versuchen Sie es trotzdem mal mit Grimersum,  Rysum oder Pilsum. In diesen Dörfern wird gelebt und nicht nur geshopt. Grimersum ist neben Groothusen eine Längswarf, die anderen Orte klassische Rundwarfen. Die wurden gegen die Sturmfluten aufgeschüttet, obenan die Kirche gebaut und die Häuser drumherum gruppiert.

Die stolzen Gulfhöfe liegen meist am Dorfrand, dazwischen Arbeiterhäuser, Schmieden oder ehemalige Handelskontore.  Für den Radfahrer heißt es absteigen. Man erklimmt die Krummhörner Alpen besser zu Fuß. Jedes Dorf hat seinen eigenen Charakter. Und leider gibt es im jedem Dorf ausgeschlagene Zähne. „Wir kämpfen seit Jahren darum, das Wesentliche in unseren Dörfern zu erhalten“, sagt Insa Uphoff, Mitbegründerin von ANNO, GESELLSCHAFT ZUR ERHALTUNG OSTFRIESISCHER KULTUR- UND BAUDENKMALE E. V. Der Verein setzt sich seit Jahren für den Erhalt der ostfriesischen Baukultur ein. Neben Frau Uphoff haben schon einige Mitglieder des Vereins den Niedersächsischen Preis für Denkmalspflege erhalten. „Das ist alles private Initiative“, stellt Insa Uphoff  heraus. Leider lässt die Gemeinde dieses leidenschaftliche Engagement vermissen.

Grimersum ist ein Traumdorf

Aber auch dort verfällt im Dorfkern ein Gulfhof. Von der Kirche aus gesehen, am Ende der Längswarf  liegt der Ort der alten Beninga Burg. Ein Trümmerhaufen. Eggerik Beninga war der erste ostfriesische Geschichtsschreiber, ehemaliger Statthalter von Leer und enger Berater der Gräfin Anna, der Mutter von Edzard II. Ein historischer Lichtmoment in der düsteren Geschichte ostfriesischer Häuptlinge. Anna regelte in Ostfriesland das Justizwesen und führte die Schulpflicht ein. In Loquard steht eine Schule, die von ihr gegründet wurde. Auch ein restauriertes ANNO-Haus direkt neben der Kirche. Der Türsturz der ehemaligen Schule aus Sandstein ziert jetzt als Küchen-Portal das Haus der Familie Marquardt-Kayser.

In Freepsum werden Sie zum „Tiefsten Punkt“  Deutschlands gelockt

Das ist  – Entschuldigung – Quatsch. Der tiefste Punkt Deutschlands liegt in Schleswig- Holstein. Aber der ausgewiesene Platz ist wunderschön. Auch wenn da ein „Meer“ sein soll, was es auch nicht gibt. Das Moor wurde im 19. Jahrhundert entwässert und urbar gemacht.

Pilsum ist der Geheimtipp

Nicht nur wegen der vorzüglichen Gastronomie!! Nicht nur wegen des windschiefen Kirchturmes einer imposanten Kirche. Durch Pilsum muss man schlendern. Pilsum muss man atmen. Im Käsehof naschen. Die Galerie in der alten Bäckerei besuchen und sich in die absolut chaotisch schöne Küche führen lassen. Vielleicht rückt Galeriechef Skudelski einen Tee heraus. Der Friedhof neben der Pilsumer Kirche öffnet ein dunkles Kapitel ostfriesischer Geschichte.

Der Grabstein der Häuptlingsfamilie der Tjards lässt keinen Zweifel am Ursprung des Reichtums dieser Leute. Im Hauswappen führen die Tjards den Black Jack, das Erkennungszeichen der Piraten. Wie viele ostfriesische Häuptlinge paktierten auch die Tjards mit den Seeräubern und bekamen von deren Beute (zum Beispiel Hamburger Bier) ihren Teil ab.
Ein absoluter Leckerbissen wartet dann doch noch in Greetsiel. Am Dorfrand neben einem Altenheim steht ein fast lupenreiner Mittelalterbau mit Renaissancefenstern. „Es kann angenommen werden, dass dies der erste Greetsieler Wohnsitz der Grafenfamilie Cirksena war“. Der Mann, der das sagt, ist oberster Denkmalpfleger des Landkreises Aurich und gleichzeitig Hausherr. „Dies Haus ist eigentlich nicht zum Wohnen“, sagt Jan Smidt, „es ist eine Lebensaufgabe.“ Er hat sich zum Ziel gesetzt, das ehemalige Turmhaus in seinen „Urzustand“ zu versetzen. Das bedeutet erst einmal den Abriss aller zeitfremden Elemente. Dann müssen Handwerker gesucht werden, die alte Bautechniken beherrschen. In ganz Europa muss nach zeittypischen Baumaterialien und Möbeln gesucht werden. „Fertig“ ist nach jahrelanger Restauration der ehemalige Teil des Hauptturmes.

Das untere Repräsentationszimmer ist karg, aber eindrucksvoll. Jeden Moment könnte Graf Edzard durch die Tür schreiten. Die Fenster, das Mauerwerk, der Kamin, der Grafentisch, mit viel Liebe zum Detail (und einigem Geld) arbeitet Smidt an seinem Traum.

Die Landschaft

Im Osten wird die Krummhörn von den Bundestraßen zwischen Emden und Norden/Aurich begrenzt. Im Westen hindert die Nordsee den Bewegungsdrang. Dazwischen liegt ein feinmaschiges, gut ausgebautes und beschildertes Radwegenetz. Es geht über Radwege, landwirtschaftliche Betriebswege, Deichverteidigungswege und, wenn Sie wollen, entlang der Landstraßen. Es geht durch Marsch, Äcker, Haine und entlang des Deiches von Rysum und nach Norden.

img_5816

Auf dieser Strecke finden Sie bei Pilsum auch Omas Liebling den  „Otto-Turm“ bei Pilsum.

In regelmäßigen Abständen können Sie von dem Deichverteidigungsweg in die einzelnen Hauptdörfer abbiegen. Die Parallelstrecke entlang der Landstraße ist zu Stoßzeiten recht verkehrsreich.  Für eingefleischte Nordseefans ist es sicher reizvoll die gut 30 Kilometer zwischen Rysum und Norden auf dem Deichweg zu fahren und ab und an über den Deichrand zu schauen.

Sehr entspannend und abwechslungsreich sind auch die Wege ab Emden in östlicher Richtung durch die Gemeinde Hinte über Groß-Midlum, Grimersum nach Greetsiel zu radeln. Teilweise verlaufen die Radwege entlang der alten Küstenlinie aus dem 17. Jahrhundert. Denn damals hatten viele  Dörfer der Krummhörn eigene Zugänge zum Meer.

So etwa konnte die Legende um den Piraten Störtebecker entstehen, der im Hafen von Marienhafe Unterschlupf gefunden haben soll. Wundern Sie sich also nicht, wenn sie weit im Binnenland auf einen Altdeich treffen. Innerhalb von 200 Jahren entstanden durch Eindeichungen und Trockenlegungen 13 neue Polder.

Es empfiehlt sich unbedingt ein Fernglas mit auf die Tour zu nehmen. Denn die Krummhörner Wildnis wächst sich zu einem wahren Zoo aus. Für Hobbyornithologen sind die Salzwiesen, Meeden und Haine Orte reinen biologischen Entzückens. Hier steppt zwar kein Bär, aber es trudeln mitunter Tausende von Vögeln ein:  Brachvogel, Kiebitze, Schnepfen, Austernfischer, Reiher, Grünschnabel und zu bestimmten Jahreszeiten die Wildgänse.
Bleibt zum Schluss noch der nicht unwichtige Hinweis, dass die Krummhörn auch kulinarisch eine feine Sache ist. In einigen Dörfern gibt es gemütliche Landgasthäuser oder sogar noch Tante-Emma-Läden, in denen man sich versorgen kann. Und nach einer Tour ist gegen einen leckeren Imbiss und ein süffiges Kaltgetränk doch nichts einzuwenden?!


Interview

Insa Uphoff war Bäuerin in Uttum und lebt jetzt in Pilsum. Man kennt sie. Sie ist Mitbegründerin von „ANNO“, einem Verein mit 350 Mitgliedern. ANNO hat sich den Erhalt und der Restaurierung historisch wertvoller Gebäude zur Aufgabe gemacht.

Thomas Schumacher: Was macht für Sie die Krummhörn aus?
Insa Uphoff: Die Menschen, die bäuerliche Landwirtschaft und die Häuser geben der Krummhörn ein Gesicht. Wenn die Menschen ihre sozialen Kontakte verlieren, wenn aus Landwirtschaft Industrie wird und wenn die Häuser abgerissen werden, wird unsere Umwelt belanglos.
TS: Sie wünschen sich das Fest der deutschen Volksmusik auf allen Dorfplätzen der Krummhörn?
IU: Wir sind kein rückwärts gewandter Traditionsverein. Wir sind moderne Menschen. Ich glaube, wenige leben in solch ökologisch und technisch modernen Häusern wie unsere Mitglieder. Wir wollen nur nicht beliebig leben, sondern bewusst. Dazu gehört auch der Erhalt der kulturellen Identität Ostfrieslands.
TS: Das ist eigentlich ein politischer Anspruch.
IU: Natürlich – ein sozialpolitischer Anspruch. Warum geben wir jungen Familien nicht Geld, damit sie zum Beispiel alte Häuser sanieren können und wieder in den Dörfern leben wollen? Ein Dorf braucht Leben.

Info

– Galerie Skudelski Mi – So 14h – 18h
Tel.: 04926/  12 44
– ANNO: www.ANNO-OSTFRIESLAND.DE, Dorfführungen Pilsum und Groothusen.
Die Radwegenetz-Karte mit dem Knotenpunktsystem Krummhörn-Greetsiel ist in den Tourist Informationen in Greetsiel und Pewsum erhältlich! Preis: 2,95 €
http://www.greetsiel.de/aktiv-in-der-krummhoern/radwandern/das-knotenpunktsystem.html

So ist Ostfriesland – Balken aus Pilsum findet neue Heimat in Loquard

Von Pilsum nach Loquard ein balken auf der Reise
Von Pilsum nach Loquard ein balken auf der Reise

Loquard | Beschreibe doch einmal als Kölner, wie sich für dich Ostfriesland anfühlt oder wo du so den Unterschied siehst? fragte mich neulich einer. Ups? Schwer zu sagen. Spürbar anders ist Ostfriesland auf jeden Fall. Hier legt man noch großen Wert auf Tradition und Werterhaltung. So würde ich das nach drei Jahren sagen. „Kennst du ein Beispiel?“ lautet die nächste Frage. “ Ja gerne“ sage ich und erzähle dann die folgende moderne Dorfgeschichte aus der Krummhörn, bei der es um den Erhalt traditioneller Werte und vor allem um Zusammenhalt von Nachbarn in der  Dorfgemeinschaft geht. Eine Geschichte von der Nachbarschaftshilfe.

Die Geschichte geht so:

Als ein alter Dachbalken von Pilsum nach Loquard zog

Da ist erst einmal der Bauer Tjaden in Pilsum. Der hat eine kaputte Scheune. Da wird abgerissen, repariert und die alten Dachbalken, die große Lasten nicht mehr tragen dürfen, werden nicht, wie man es in Städten gewohnt ist, vernichtet, sondern auf einer Wiese gelagert. Man weiß ja nicht, ob man diesen selbst, oder vielleicht ein Anderer, diesen Balken noch einmal gebrauchen kann. Also das sieben Meter lange Gebälk liegt da nun einfach herum. Und wartet.

Alter Balken liegt einsam auf der Bauernwiese in Pilsum
Alter Balken liegt einsam auf der Bauernwiese in Pilsum

Nicht umsonst. Denn der  junge  Loquarder Matthias, unser Nachbar, will ein altes Haus zu neuem Leben erwecken und träumt von einem Riesenbalken, der sein Wohnzimmer schmückt.

Und so begegnen sich der Suchende und der Habende. Der Bauer Tjaden aus Pilsum und der Loquarder Matthias.

Bei der Überlegung, wie teuer der Transport eines sieben Meter langen Kameraden mit einem Gewicht von 600 kg (nasses Holz) wohl ist, wäre dieser Plan in der Stadt bereits in den Binsen gewesen, oder genauer, kaum mehr in Frage gekommen. Doch der junge Mann aus Loquard hat ein höllisches Glück.

Denn der Bauer aus Pilsum freut sich so sehr, das sein alter Balken ein neues Zuhause findet und sagt: „Eh, wenn du den in deinem Haus haben willst, dann schenke ich ihn dir und transportiere ihn dir auch bis nach Loquard.“

Kinners, ist das perfekt? Ja, was wohl? Das ist ober mega genial toll! Das ist es.

Ein Traum wird wahr, denn da war einer, der von alten Balken an der Decke träumt und dann war da einer, der davon träumte, das sein Balken noch einen Platz in diesem Leben findet.

Ihr seht, Ostfriesen träumen anders. Und es scheint so, als würden diese Träume mit dem Wind über Feld und Wiesen getragen, hin zu denen, die auf der gleichen Wellenlänge träumen.

Gesagt, getan. Des Bauers Sohn schmiss den Trecker an. Der Balken wurde auf einen langen Hänger geladen und ab ging die Post von Pilsum die 14 km über die Landstraße gen Loquard.

img_3714

Dort standen bereits ein Gabelstapler von Frank Daniels (Nachbarschaftshilfe), sowie zwei Helfer von der Freiwilligen Feuerwehr Loquard / Rysum und neun weitere Nachbarn bereit.

img_3715Viele Leser kennen es vielleicht noch, das traditionelle: „HAU RUCK!“. Wenn alle anpacken und Lasten gemeinsam tragen.

Und ich sage Euch, das Monsterteil ging echt in Rücken und Knie. Und war ein Akt. Ein besonderer Akt. Eine Szene, die einen Film wert gewesen wäre, doch es gab nur einen Fotoapparat.

Weil, der Riesen-Balken musste an einem Baum vorbei durch die Haustür über Eck ins Haus. Hammer, Hammer hart. Das war verdammt knapp und es ging um Zentimeter.

Da hatte der eine oder andere der Helfer beim Lastwechsel teilweise 90 kg in den Knien. Beim Durchgang durch die Tür mussten die Tragestangen und Helfer jeweils unter dem Balken durch ins Haus und somit hatten die übrigen die volle Last zu tragen. Was für eine Aktion!

img_3713

Es hat geklappt. Das Mordsding liegt jetzt im Haus. Und um vom Fortgang der Dinge zu berichten, muss das total nasse Gebälk erst einmal trocknen. Dann wird es mit Sand gestrahlt. Dann bearbeitet, geschliffen und grundiert und dann später nach oben gehievt.

Der alte Dachbalken aus Pilsum wird ein wesentlich kleineres Dach noch für Jahrzehnte tragen dürfen. Er kann nun wieder neu glänzen. Ein Stamm, der einst eine Gulfscheune trug, trägt nun ein kleines Bauernhausdach.

Balken liegt in Loquard und stützt bald wieder ein Dach
Balken liegt in Loquard und stützt bald wieder ein Dach

 

So schön sind Tradition und Besinnung auf das Wesentliche im Leben. Gemeinschaft ist stark. Es ist so wichtig, dass wir Wege suchen, unsere Werte zu erhalten und zu pflegen und  sie in die Zukunft übernehmen.

Die Ostfriesen in der Krummhörn zeigen, dass es wichtig ist, dass es Dorfgemeinschaften und Menschen gibt, die noch teilhaben wollen am Leben rings um sie herum. Die Nachbarschaft und gemeinsames Handeln pflegen.

Das klappt nicht immer, werden viele sagen. Stimmt! Aber vielleicht immer öfter, wenn wir daran denken und an den Traditionen festhalten. Ich fand das spannend und werde in der Folge davon berichten, wenn der Balken seinen endgültigen Platz gefunden hat.

Und wenn mal einer auf eine Tee bei mir vorbeikommt, dann kann ich noch viel mehr lauter nette Geschichten von den Ostfriesen in der Krummhörn erzählen. Bis dahin Ihr Lieben!

Stephan Artmann Artmann-Ihre Gartengestaltung – Krummhörn Hamswehrum

Artmann Gartenbau Gartenpflege Hamswehrum
Artmann Gartenbau Gartenpflege Hamswehrum

Loquard- Wer hilft bei der Gartenpflege und Gartengestaltung? Das werden wir in der Redaktion des Krummhörn Magazin immer wieder gefragt. Wir empfehlen in unserem heutigen Beitrag  Stephan Artmann Gartengestaltung  ein Unternehmen für Gartenbau und Gartengestaltung aus Hamswehrum

Die Firma Artmann plant und gestaltet Ihren Garten gemäß Ihren Wünschen und Vorstellungen. Besuche vor Ort und gemeinsame Planung mit den Kunden gehört für das junge Unternehmen zum Standard. Zum Leistungsumfang des Gartenbau Teams gehört im weiteren:

  • Tiefbauarbeiten
  • Baggerarbeiten
  • mit Transport und Lieferung
  • Verlegung von Leitungen und Rohren
  • Drainagen
  • Planung von elektronischen Rasenmäher Anlagen
  • Garten Beleuchtungsanlagen
  • Gartenteiche
  • Garten Wegebau
  • Garagen Einfahrten / Grundstückszufahrten
  • Natursteingärten

Zur Internetseite : Stephan Artmann Ihre Gartengestaltung Ostfriesland  Hamswehrum Krummhörn

Die Rysumer Mühle in der Krummhörn

Historische Mühle Rysum Krummhörn Ostfriesland
Historische Mühle Rysum Krummhörn Ostfriesland

Fährt man auf der Landstraße von Emden nach Pewsum, dann sieht man sie schon von weitem in den Himmel ragen. Die Rysumer Mühle in der Krummhörn. Die Mühlenflügel stehen hoch über die Hausdächer hinaus in den blauen Himmel. Fährt man diese Strecke in den Sommermonaten, in den Zeiten des Sonnenuntergangs in Richtung Rysum, dann wird die Szenerie noch einmal besonders eindrucksvoll von hinten beleuchtet.

Die Rysumer Mühle ist ein dreistöckiger, aus Ziegelstein errichteter, achtkantiger Galerieholländer im Rundwarfendorf Rysum in der Krummhörn. Die Mühle wurde 1895 erbaut. Heute ist sie eine Museumsmühle, die besichtigt werden kann. Die technische Ausstattung der Mühle wurde durch die Interessengemeinschaft Rysum e.V. instand gesetzt und ist funktionsfähig. Zur ausführlichen Geschichte der Mühle gibt es eigens eine Homepage, mit einer umfangreichen  Auflistung und dem Auf und Ab in der langen Historie. Die Rysumer Mühlengeschichte

Historischer Friedhof Rysum Krummhörn Ostfriesland
Historischer Friedhof Rysum Krummhörn Ostfriesland

Ostfriesland Urlauber sollten, wenn Sie eine Radtour oder eine Wanderung planen, unbedingt den Deichweg verlassen und einen Abstecher nach Rysum machen. Der Umweg lohnt sich allemal.

Der historische Ortskern von Rysum ist eine Reise wert

Der historische Ortskern ist sehenswert, denn neben der Mühle, der Kirche und dem historischen Friedhof haben die Bewohner von Rysum ganze Arbeit geleistet. Den Besucher erwarten wunderschöne, romantische ostfriesische Vorgärten und liebevoll restaurierte Häuser. Rysum bietet nette Ferienwohnungen. Es ist ruhig und nicht weit zum Deich. Neben dem historischen Ambiente gibt es zwei Gaststätten und eine Bäckerei-Verkaufsstelle im Dorf. Im Landhaus Rysumer Plaats, einem restaurierten Gulfhof, kann man an Sommertagen unter schattigen Bäumen gemütlich bei Kaffee und Kuchen im Freien sitzen. Es ist Idylle pur.

Alles Dinge, die einen Urlaub abrunden und von denen die Besucher stets schwärmen.

Interessengemeinschaft Rysum e.V.
Ekehard Jaspers
Denkmalstr. 5
26736 Krummhörn-Rysum
Telefon: 04927-424